Damit sie ankommt, wenn’s drauf ankommt – Feuerwehr übt Blaulichtfahren

10.12.2015

Bei gutem Wetter, freier Bahn, ordentlichen Straßen, mit modernen PKW ist Autofahren ein Kinderspiel. Doch die Feuerwehr muss oft bei widrigen Bedingungen und Dunkelheit zum Einsatzort gelangen. Im Winter kommen Eis und Schnee dazu und genau dann passieren Unfälle, zu denen auch die Feuerwehr gerufen wird. Da kann bereits die Anfahrt zum Abenteuer werden und von den Fahrern der Feuerwehreinsatzfahrzeuge einiges an Können abverlangen. Außerdem sind die roten Sonder-LKW nicht einfach zu fahren, die schweren Aufbauten verlagern den Schwerpunkt weit nach oben, was besonders beim Kurvenfahren und Bremsen heikel ist. Höchste Vorsicht ist geboten - bei gleichzeitiger Eile! Hinzu kommen Einsatzstress, Zeitdruck, Straßenverhältnisse, Verantwortung für Mannschaft und Spezialausrüstung an Bord. Deswegen müssen die Fahrer der Blaulichtbrummis ihr Gefährt unbedingt beherrschen und sicher damit umgehen können. Dazu braucht es gezieltes Fahrsicherheitstraining unter professioneller Anleitung und unter realitätsnahen Bedingungen. Simulatortraining und Übungsparcour sind die Schlüssel zum Erfolg Zunächst wird an der Landesfeuerwehrschule in Koblenz ein Fahrsicherheitstraining am Simulator absolviert. Das dort Erlernte wird anschließend im praktischen Fahrbetrieb mit echten Feuerwehrfahrzeugen auf dem Übungsplatz in Mainz-Finthen geübt, insbesondere das Fahren mit Sonderzeichen, also Blaulicht und Signalhorn.
 

Der Förderverein macht’s möglich
Finanziert wird diese zusätzliche Kraftfahrausbildung vom Förderverein Freiwillige Feuerwehr Saulheim e.V., der seinerseits u.a. von Spenden und von der Beteiligung an der Kerb profitiert. Der Förderverein unterstützt die Feuerwehr grundsätzlich, um deren Einsatzbereitschaft stetig zu optimieren. So wird dem Gemeinwohl und der Sicherheit für die Bürger ein wertvoller Dienst erwiesen, „wofür gerne gespendet werden darf“, fügt Jung, der Vorsitzende des Fördervereins, hinzu und wirbt gleichzeitig für Interesse am ehrenamtlichen Engagement in der Feuerwehr, Nachwuchs sei willkommen, Jugendliche wie Erwachsene.

Appell an die Vernunft - Blaulicht hat Vorrang
Einen gemeinsamen Appell richten die Feuerwehrleute an alle, die auf der Straße unterwegs sind. Wenn etwas passiert ist, gilt es, den Weg frei zu machen. Je besser die Rettungsgasse funktioniert, desto schneller sind Einsatzkräfte dort, wo sie gebraucht werden. Damit Einsatzfahrzeuge auch innerorts zügig ans Ziel kommen, dürfen keine Fahrzeuge im Weg stehen, da heißt, nicht in engen Durchfahrten abgestellt bzw. geparkt werden. Hier sollte jeder vernünftig und verantwortlich handeln. Wer weiß, ob man nicht selbst mal sehnsüchtig auf die Feuerwehr oder einen Rettungsdienst wartet.